Kindle Publishing for Blogs (Beta)

Posted: August 1st, 2012 | Author: | Filed under: akep, Digital Publishing | 1 Comment »

Weitestgehend unbemerkt von der (Branchen-) Öffentlichkeit entstehen ja die besten Projekte, also dort wo mit den Möglichkeiten des digital publishing experimentiert werden darf. Und trotz der immensen Unternehmensgröße schafft es amazon es in diesem Tüftlerreigen immer wieder in die ersten Reihen. Letzte Woche bin ich über das Projekt „Kindle Publishing for Blogs“ gestolpert.

Das Konzept ist schnell erklärt. Blogger können über das Programm Blogbeiträge in die Katalogdatenbank von amazon einspeisen und auf dem Kindle verfügbar machen. Der Endkunde zahlt – und zwar 99 Cent pro Artikel. Die werden dann von amazon anteilig an den Blogger vergütet.

Trifft ziemlich genau den immer vom mir gewünschten Button „EPUB ME“, der – verbunden mit einer den Autor honorierenden Zahlung den Artikel auf mein Lesegerät schickt – und zwar direkt in meine Library.

Kindle Publishing for Blogs startete bereits in 2009.. Bislang ist der Dienst erst in den USA und UK verfügbar. Über mögliche Starts in anderen Ländern sagt amazon verständlicherweise nichts. Von außen betrachtet fürchte ich allerdings, dass der Dienst sich langfristig nicht durchsetzen kann. In entsprechenden Foren urteilt amazon selbst, dass mit Einführung des Fire der Dienst nicht mehr nötig – will sagen nur noch als Brückentechnologie für E-Ink-Geräte nötig ist.

Schade fände ich das, denn wenn man die Idee mal weiterdenkt entsteht – gerade für die Backlist, die es ja auch bei Bloggern gibt – ein interessantes Verwertungsmodell. Ich hätte nichts dagegen für einen ausgesprochen interessanten Artikel einen fairen Preis (99 Cent sind ja nicht unfair) zu zahlen, dafür, dass der Artikel mir ab sofort immer (auch nach Abschaltung des Blogs in 5 Jahren) und in gewohntem Leseformat zur Verfügung steht.

Sei es drum. Noch ist ja nichts entschieden, aber ich denke gerade drüber nach, wie ich das realisieren könnte…

cheers

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  • http://aviess.posterous.com/ Alexander Vieß

    “epub me” – das hier geht in die richtung, macht aber noch sehr messy xml und kein bezahlmodell: http://readlists.com/